Dritte Architekturwoche Aschaffenburg A3

Architektur in der Schule
SCHULE.MACHT.ARCHITEKTUR

Dauerausstellung vom 13. bis 19. Mai
geöffnet von 14.00 - 18.00 Uhr
Ridinger Saal

Die Möglichkeiten, im Kunstunterricht eine Begeisterung für Architektur zu wecken sind vielfältig. Die Notwendigkeit, den Bereich Architektur in der Schule zu vermitteln, ergibt sich alleine schon dadurch, dass im Zuge einer ästhetischen Erziehung auch ein Verständnis für die gebaute Umgebung im weitesten Sinne und deren Geschichte ausgeprägt werden sollte.

In dieser Ausstellung werden Ergebnisse aus dem Kunstunterricht vorgestellt, die von der individuellen und manchmal auch situationsabhängigen Herangehensweise an architektonische Themen durch die Pädagogen geprägt sind. Dadurch eröffnet sich auch ein kleiner Überblick über verschiedenste Methoden, sich in der Schule einer architektonischen Thematik zu nähern. Die Exponate reichen von kindlichen Entwürfen einer Fassadengestaltung in der Unterstufe über utopische Architekturentwürfe, Techniken der räumlichen Darstellung, Gestaltung und Umgestaltung vorgegebener Bausubstanz, experimentellem Modellbau bis hin zu Facharbeiten in der Kollegstufe.

Die Ausstellung will die Vielfalt zeigen, mit der engagierter Kunstunterricht ein Verständnis und Kritikbewusstsein für unsere gebaute Umgebung erzielen will. Dabei zählt der Pädagoge nicht alleine auf die Autorität von ästhetischen Gesetzen in der angewandten Baukunst, sondern auf einen kreativen Lernprozess, in dem Schüler zu einer lustvollen und alterspezifischen Gestaltungsarbeit motiviert werden, die sich im Spannungsfeld zwischen Utopie, Phantasie, konkreten Raumkonzepten und Pragmatismus abspielt.

Die Ausstellung wendet sich mit ihren Anregungen an die Öffentlichkeit und an das pädagogische Umfeld und will die Zusammenarbeit mit den Fachleuten fördern - nämlich den Architekten selbst. Sie hat somit eher den Charakter eines Symposiums. Sie will Mut machen, in Zusammenarbeit mit Architekten schulische Architekturprojekte zu entwickeln. Und schließlich stellt sie eine großartige Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler dar, ihre architekturbezogenen Arbeiten einer Öffentlichkeit zu präsentieren und sie somit für dieses Thema zu sensibilisieren.
Werner Kiesel

Beteiligte Schulen und Kunstlehrer:
Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium; Susanne Tschiers.
Friedrich-Dessauer-Gymnasium; Harald Germer, Gabriel Gruß
Hanns-Seidel-Gymnasium; Robert Herold.
Maria-Ward-Schule; Markus Maier, Werner Kiesel.


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